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Philipp Fankhauser in the house

October 12, 2018

 Als erste Berufsfachschule in der Schweiz bietet das bzi den Eistee – eigentlich geeister Tee - ohne Zucker vom Bluesmusiker und Songwriter Philipp Fankhauser an. Nach den Herbstferien dürfen die Lernenden und bzi Mitarbeitenden das neue Getränk gleich selber testen.

 

«Big Easy Iced Tea» wurde speziell auf die Bedürfnisse und den Geschmack von Fankhauser zugeschnitten in enger Zusammenarbeit mit ihm selber. Wenn es um Arbeit geht, steht der Musiker nicht nur auf der Bühne an vorderster Front. Höchstpersönlich montiert er die Vintage angehauchte Iced-Tea Braumaschine gleich selber und zeigt Bruno und Gabi Schaad, den Mensabetreibern im bzi, wie alles funktioniert. Auch dabei macht er eine gute Figur und mit seiner authentischen Art und Weise nimmt man ihm das Konzept hinter «Big Easy Iced Tea» auch ab.

 

Wie kommt man als fest etablierter Musiker dazu, eigenen Iced Tea zu produzieren?

1987 bestellte ich
in einem kleinen Music Club in New Orleans einen Iced Tea. Der Anblick des riesigen Tee-Glases, bis oben gefüllt mit Eis,
war umwerfend. Der fehlende Zucker war gewöhnungsbedürftig, aber der Geschmack des echten Tees war hervorragend. Seit damals trinke ich meinen Tee, ob heiss oder kalt, ohne Zucker. In drei Jahrzehnten habe ich tatsächlich etwas über eine Tonne Zucker weniger konsumiert!

 

Im Übrigen mochte ich das zuckrige braune Gebräu, das hierzulande als Eistee serviert wird, noch nie. Das liess mir also keine andere Wahl, als meinen eigenen, echten Eistee in die Schweiz zu bringen: frisch gebrauter, eiskalter und vor allem zuckerfreier Tee. Endlich, nach über 30 Jahren, ist er in der Schweiz angekommen.

 

Mein frischer UNSWEETENED BIG EASY ICED TEA wurde von einem Team von Tee-Experten nach meinem persönlichen Geschmack gemischt. Die Teeblätter sind aus biologischem Anbau und tragen das Fairtrade-Label. Ein Tee wie mein Blues: authentisch, natürlich, ohne Zucker. Kein Schnickschnack. Nichts als Wasser und Schwarztee. Null Süss-, Farb- oder sonstige Stoffe.

 

Warum gerade Bio? Wie sieht es bei dir Zuhause aus, ist dir Bio auch privat wichtig oder verkauft sich ein «gelabeltes» Produkt in der heutigen Zeit nicht einfach besser und teurer?

Ja, auch als Privatperson setzte ich wann immer möglich auf Bio und Fairtrade. Und auch bei meinem Tee ist es mir wichtig, dass Anbau und Handel ebenso fair wie nur möglich sind. Plastik versuche ich auch bestmöglich zu vermeiden. Den Iced Tea aus unserem Big Easy Mobile schenken wir nur in Bechern aus 100% abbaubaren und erdölfreiem PLA aus.

 

Wie läuft es mit den Big Easy Geschäft? Wo trinkt man «deinen Eistee» in der Schweiz?

In der „näheren“ Umgebung, zum Beispiel in der Mühle Hunziken in Rubigen, im Hotel Schweizerhof in Luzern oder im Martinazzi Stübli in Aarberg. Inhaber Oliver Matter produziert übrigens auch unseren LOUIS. Es ist uns gelungen den Kräuterlikör und Minze nach meinen geschmacklichen Vorlieben zu mischen. Ein hervorragendes Produkt, welches zu 100% in der Schweiz produziert wird. Der LOUIS lässt sich mit dem Big Easy Iced Tea zu einem wunderbaren Aperitif mischen. Und noch etwas mehr Schuss hat er als eiskalter Shot. Aber das ist eine andere Geschichte!

 

Gibt es schon eine Schule/Berufsschule, die dein Sortiment anbietet?

Nein, noch nicht. Da ist das bzi Interlaken der grosse Trendsetter. Ich bin natürlich dadurch auch inspiriert und motiviert worden, weiteren Schulen UNGESÜSSTEN geeisten Tee anzubieten. Denn was wäre, abgesehen von Wasser, eine echte Alternative zu meinem gesunden Getränk? Ohne Zucker, Null Kalorien und absolut keine Zusatzstoffe!

 

A apropos Schule, was haben Sie eigentlich gelernt? Haben Sie noch Erinnerungen an Ihre Berufsschulzeit/Schulzeit?

Ja natürlich. Ich war kein fleissiger Schüler, denn schon als junger Bursche wusste ich, dass ich Bluessänger werde. Und für diesen Berufstraum ist Algebra nicht das wichtigste auf der Welt. Später hatte ich doch noch eine Kochlehre angefangen. An den eigentlichen Grund für diese Wahl kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich glaube, dass es damit zu tun hatte, dass viele meiner Jungendfreunde Köche werden wollten. Mein Lehrmeister meinte nach der Probezeit „Fankhuuser, gan go Musig macha, us dir wird nie en Koch!“ Letztlich habe ich in Thun eine KV-Lehre gemacht, worüber ich sehr froh bin. Der Rest ist gewissermassen Geschichte.

 

 

Die Maschine ist montiert, der erste Tee frisch gebrüht, jetzt ist zu hoffen, dass nebst dem stimmigen Auftritt und der durchdachten Strategie, das braune Getränk auch noch schmeckt. Gespannt wird das Glas an die Lippen gesetzt, ein kurzes Stossgebet gegen den Himmel geschickt – bitte, lass es nicht nur ein weiteres übelschmeckendes, low carb, high protein, möchtegern «Hipstergetränk» werden – und siehe da, es schmeckt wirklich gut, ohne Schnörkel und Cocktailschirmli, es passt - Cheers!

 

 

 

 

 

 

 

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