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Von Durchhaltewille und Rekorden

November 15, 2017

Mitte November benützten die Aspiranten, welche der Panzer und Artillerie Offiziersschule Thun angehören, unsere 400 Meter Tartanbahn im Zuge ihrer Durchalteübung (DHU). Die 12 Aspiranten und 1 Aspirantin bekamen vor Ort den Auftrag, mittels Stafette im Klassenrahmen den 10'000 Meter Weltrekord von Kenenisa Bekele zu unterbieten. Für den Erfolg winkte eine Belohnung, was für eine, das wussten die Teilnehmenden zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Zu erwähnen an dieser Stelle ist, dass die ganze Klasse bereits von Innertkirchen nach Interlaken mit dem Rad fahren mussten und vorher bereits einen Fussmarsch von Meiringen nach Innertkirchen, sowie andere strenge Übungen, in den Beinen hatte.

 

 

 

Damit der Rekord von Bekele von 26 Minuten und 17 Sekunden gebrochen werden kann, bedarf es einem Schnitt von 2 Minuten und 38 Sekunden pro Kilometer. Wie die Klasse die Strecke untereinander aufteilen, wer wie viele Male rennt, das war ihnen überlassen und es galt eine gute Lösung zu finden. Was in Anbetracht des körperlichen und mentalen Zustandes in einer DHU einfacher tönt als es ist.

 

 

Trotz den Anstrengungen der letzten Tage sahen die Aspiranten fit und motiviert aus und so startete der Übungsleiter Oberleutnant Rohner die Übung «U REKORD». Jeder Aspirant rannte rund 4x100 Meter, so ergab es am Schluss die 25 Runden, die es für die Distanz von 10'000 Meter benötigt. Das Anfangstempo war sehr hoch und eine Zeit lang sah es so aus, als ob der Weltrekord tatsächlich in Reichweite liegen würde. Jedoch forderten die kräftezerrenden Aktivitäten der letzten Tage nach und nach ihren Tribut und die Beine wurden schwerer und schwerer, das Tempo langsamer und langsamer.

 

 

Am Schluss reichte es trotz Motivationszurufen und Mobilisierung der letzten Reserven nicht, um das geforderte Ziel zu erreichen. Mit einer Zeit von 27 Minuten und 39 Sekunden beendeten die Aspiranten die Übung und waren sichtlich enttäuscht. Die Enttäuschung sollte bald schon noch etwas mehr wachsen, denn der Übungsleiter teilte ihnen mit, dass der nächste Streckenabschnitt nach Erlenbach mit dem Fahrrad anstelle dem Transport mit dem «Duro» erfolgen werde. Gut wussten die erschöpften Aspiranten nicht, dass der Tag damit noch nicht abgeschlossen war und ein Fussmarsch auf das Stockhorn der krönende Abschluss der Klassenphase bilden sollte. Sonst hätten die 13 Anwesenden wohl nicht so schön gelächelt auf dem anschliessenden Gruppenfoto.

 

 

Wir wünschen der Klasse viel Energie und Kraft für die restliche Durchhalteübung und freuen uns bereits heute auf einen weiteren Besuch von der Schweizer Armee bei uns auf dem bzi Gelände.

 

 

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